In den vergangenen Monaten konnten im ehemaligen Verwaltungsgebäude am Glasofen-Werk in Jena zwei Bands einen temporären Proberaum beziehen.
Eine wichtige Möglichkeit
und gleichzeitig nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein, denn der Bedarf an geeigneten Proberäumen für Musikschaffende ist deutlich größer.

Ein Proberaum ist mehr als Arbeitsort. Er ist Treffpunkt, Ideenschmiede, „Dritter Ort“ und ein Ort an denen Bands neue Musik entwickeln, Songs kreieren und sich auf Auftritte vorbereiten können. Dafür braucht es vor allem eines: verlässliche und dauerhaft nutzbare Räume.

Fehlen solche Orte, wird das gemeinsame Musizieren schnell zur Herausforderung. Instrumente und Technik lassen sich nicht einfach in Wohnräumen unterbringen, Lärmkonflikte erschweren regelmäßige Proben und kurzfristige Raumlösungen bieten wenig Planungssicherheit. Im schlimmsten Fall bedeutet fehlender Proberaum, dass Bands ihre Proben reduzieren oder ganz aufgeben müssen.

Die Zwischennutzung am Glasofen-Werk zeigt, welches Potenzial leerstehende Gebäude bieten können. Zwei Bands haben hier vorübergehend einen Ort zum Arbeiten gefunden. Gleichzeitig wird deutlich, dass temporäre Lösungen allein den Bedarf nicht decken können.

Musik braucht Raum und Musikschaffende brauchen Orte, auf die sie sich verlassen können. Dauerhafte Proberäume sind deshalb ein wichtiger Bestandteil einer lebendigen lokalen Kultur- & Musikszene.